Menü

Fragen im Vorstellungsgespräch: Warum wollen Sie die Stelle wechseln?

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

„Warum wollen Sie die Stelle wechseln?“ Diese Frage wird im Vorstellungsgespräch häufig gestellt. Da ist es gut, sich Gedanken darüber zu machen. So können Sie sich passende Antworten überlegen, die auch vom Personaler akzeptiert werden. Gegen Sie auf diese Frage eine unklare Antwort, sähen Sie beim Gegenüber Zweifel an Ihrer Person.

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]

Im schlimmsten Fall kicken Sie sich mit den Antworten aus dem Bewerbungsverfahren.

Doch es gibt sehr unterschiedliche Motivationen sich zu bewerben und in einen neuen Job zu wechseln.  Das kann der nächste Karriereschritt sein, das können drohende Umstrukturierungen, Probleme mit dem Chef oder den Kollegen oder eine latente Unzufriedenheit sein. Doch was ist eigentlich Ihre Wechselmotivation? Und was antworten Sie darauf? Hier einige Beispiele für Antworten und Motivationen. Nun zu Ihrer Wechselmotivation. Vielleicht trifft ja einer dieser Gründe auf Sie zu.

Sie bewerben sich, weil Sie unzufrieden im aktuellen Job sind?

Etwa ein Fünftel der Arbeitnehmer sind unzufrieden mit Ihrem Arbeitgeber und denken über einen Jobwechsel nach. Wollen Sie wirklich den Arbeitsplatz wechseln? Oder flüchten Sie vor temporären Problemen?

Liegen Veränderungen bei Ihren im Unternehmen in der Luft? Ist Ihr Arbeitsplatz bedroht? Haben Sie diese Fragen für sich klar beantwortet, bewahrt Sie das vor einer Kurzschlussreaktion, die Sie im Nachhinein womöglich bereuen. Denn eine überstürzte Kündigung ist häufig die falsche Entscheidung.

Anstatt gleich das Weite zu suchen, kann eine genaue Analyse der beruflichen Situation Klarheit verschaffen. Sie können herausfinden, was Sie stört und mit welchen Strategien Sie eine Verbesserung Ihrer persönlichen Lage erreichen können.

Sie begeben sich auf die Jobsuche, denn

„Sie haben hier keine Perspektive mehr.“

Grund Nummer eins für einen Jobwechsel ist Perspektivlosigkeit. Wenn Sie das Gefühl haben, auf der Stelle zu treten und Sie keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen sehen, ist Stellenwechsel sinnvoll.

„Sie verstehen sich nicht gut mit den Kollegen."

Mit Ihren Kollegen verbringen Sie oftmals mehr Zeit als mit Ihren besten Freunden. Ein gutes Arbeitsklima ist daher wichtig für das persönliche Wohlbefinden. Wenn Sie mit keinem Ihrer Teamkollegen auf einer Wellenlänge sind und Sie das belastet, sollten Sie über einen Stellenwechsel nachdenken.

„Sie werden nicht angemessen bezahlt."

Wenn Sie Ihr Gehalt als zu niedrig empfinden und Sie in Ihrem Unternehmen kaum Aussichten auf eine Gehaltserhöhung haben, ist Ihr Frust verständlicherweise groß. Oftmals bietet dann nur der Wechsel in ein anderes Unternehmen den gewünschten Gehaltssprung.

„Der tägliche Weg zur Arbeit dauert ewig."

Verbringen Sie täglich viele Stunden in Auto oder Bahn auf dem Weg zur Arbeit und wieder zurück? Das kann ermüdend sein und ein Grund, sich nach Jobs in Ihrer Umgebung umzuschauen. Finden Sie im Umkreis Ihres Wohnortes passende Stellenangebote, sollten Sie sich bewerben – denn Zeit ist Lebensqualität.

„Sie kommen mit Ihrem Chef nicht mehr klar.“

Immerhin 17 % deutscher Arbeitnehmer sind mit Ihrem Chef und 10 % haben sogar Angst vor Ihrem Chef. Ein guter Grund für einen Jobwechsel ist eine angespannte Beziehung zum Vorgesetzten jedoch nur selten. Aber meistens ist es für vertrauensbildende Maßnahmen z spät.

Selbst mit schwierigen Chefs können Mitarbeiter auskommen. Häufig genügt es, die Unstimmigkeiten eine Weile zu dokumentieren, um dann ein offenes Gespräch zu suchen, in dem die Spannungen diskutiert und abgebaut werden können.

Statt vor seinem Chef zu fliehen, kann es lohnenswert sein, zu lernen, den eigenen Boss zu managen. Auch ein berufliches Coaching kann Ihnen helfen, mit Ihren Vorgesetzten besser auszukommen.

„Sie habe auf der jetzigen Position alles erreicht, was Sie erreichen können.“

Alles erreicht zu haben, hat zwei Dimensionen: einerseits die Frage nach der beruflichen Perspektive im Sinne von Position, Verantwortung und Gehalt, andererseits die Frage nach der Qualität der eigenen Arbeit.

Alles auf Ihrer Stelle erreicht haben Sie, wenn Sie Ihr Aufgabengebiet überdurchschnittlich beherrschen, Ihre Aufgabe mit Exzellenz erledigen,

Ihr Arbeitsumfeld so eingerichtet haben, dass Sie Ihre Arbeit gern dort verrichten und sich nun persönlich und fachlich weiter entwickeln wollen.

„Die Arbeit reizt und fordert Sie nicht mehr.“

Zu erleben, dass die eigene Arbeit „keinen Spaß" mehr macht, kommt vor. Wer mit offenen Augen durch die Welt schreitet, wird zahlreiche Berufe erkennen, die man scheinbar nicht mit Zufriedenheit ausüben kann. Wird die neue Stelle wirklich mehr Antrieb mit sich bringen? Wie lange? Wird die Aktenablage in einem anderen Unternehmen nicht die Aktenablage bleiben?

„Sie erhalten keine Wertschätzung Ihrer Arbeit.“

Doch wer sollte damit beginnen Ihre Arbeit zu wertschätzen, wenn nicht Sie selbst. Ist Ihnen der Wert Ihres Beitrages bewusst? Können Sie Ihren Beitrag und die Art, wie Sie diesen erbringen, wertschätzen?

Wie sollte, Ihrer Meinung nach, die Person sein, die Ihren Beruf ausübt? Entsprechen Sie dieser Person?

Für den Personaler nachvollziehbare Wechselmotivationen

Diese Antworten werden in den allermeisten Fällen von den Personalern als Begründung für einen Wechsel des Arbeitsplatzes akzeptiert.

  • Sie wollen einen größeren Aufgabenbereich übernehmen und Mitarbeiter führen.
  • Sie möchten in einem größeren Unternehmen arbeiten, um sich fachlich weiter entwickeln zu können.
  • Sie suchen eine neue Herausforderung, um den beruflichen Horizont und das Fachwissen zu erweitern.
  • Sie möchten den nächsten Karriereschritt wagen. In der aktuellen Firma ist das nicht möglich, da alle Positionen besetzt sind.
  • Die wirtschaftliche Lage Ihrer Firma ist seit einiger Zeit nicht gut. Entlassungen stehen an und Sie suchen jetzt nach einer beruflichen Perspektive.
  • Ihre aktuelle Stelle ist zeitlich befristet oder an einen Projektvertrag gekoppelt und läuft aus. Eine Verlängerung ist leider nicht möglich.
  • Im Unternehmen hat es einen Wechsel in der kompletten Führungsriege gegeben. Sie können sich mit der neuen Firmenphilosophie nicht mehr identifizieren und suchen deswegen eine neue Herausforderung.
  • Sie möchten aus familiären Gründen wechseln, weil Sie mit Ihrem Partner zusammenleben möchten.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Vorstellungsgespräch.