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Burnout Prävention: Wie ein Oberarzt seinen nächsten Burnout verhinderte

Hypnose als Burnout Prävention Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Jeder fünfte Arbeitnehmer erlebt in seinem Berufsleben einen Burnout oder zumindest Phasen, die dem Burnout sehr ähnlich sind. Besonders anfällig sind Mitarbeiter in helfenden Berufen wie Pfleger oder Ärzte. Ein Burnout ist die totale körperliche und emotionale Erschöpfung aufgrund beruflicher und privater Überforderung.

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Warum Menschen in helfenden Berufen besonders gefährdet sind

Die Ansprüche an Ärzte sind enorm. Von ihnen wird weit mehr verlangt als nur fachliche Expertise. Sie sollen auch mitfühlend sein, auf Angst und Sorgen der Patienten und Angehörigen eingehen und immer einsatzbereit sein. Auch ist der Umgangston unter den Ärzten untereinander oft nicht sehr zartfühlend sonder eher rau.

Die in Kliniken herrschende Zeitnot lässt keinen Raum, um Konflikte in Ruhe auszutragen. Insgesamt sehr schwierige Arbeitbedingungen gepaart mit hohen Erwartungen.

Teufelskreislauf Burnout

In der ersten Stufe eines Burnouts investiert der Arzt meist sehr viel Kraft in seine beruflichen Herausforderungen. Dieses Engagement führt häufig zu überhöhten Erwartungen an sich selbst. Eigene Grenzen werden ignoriert, eigene Bedürfnisse zurückgestellt. 

Nach und nach gleitet der Betroffene immer mehr in einen Teufelskreislauf. Die Arbeit kostet immer mehr Energie, das Aufstehen wir immer schwerer, die Berufstätigkeit wir immer negativer gesehen, das Interesse an der Familie und sozialen Kontakten geht verloren, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Erschöpfung und Lustlosigkeit machen das Arbeiten immer schwerer.

Wie Burnout Prävention mit Hypnose Coaching funktioniert

So erging es auch einem Oberarzt, der stellvertretender Leiter einer großen Klinik war. Dieser Arzt kam im Karriere Coaching zu mir. Er erholte sich gerade von einem durchstandenen Burnout. Seine Leistungsfähigkeit war noch nicht vollständig wieder hergestellt. Es herrschte bei Ihm eine große Angst zu versagen, sich wieder so komplett auszubrennen und an nichts mehr Freude haben zu können. Außerdem wollte es ausloten, welche neuen beruflichen Perspektiven möglich sind. Er wollte seine Belastungen im Beruf reduzieren und seine Lebensqualität steigern.

Wie eine Blockadenlösung die tiefe innere Entspannung fördert

Zum ersten Treffen kann der Oberarzt mit einer noch großen Erschöpfung. Er konnte sich nicht gut konzentrieren und wirkte unklar, verwirrt und sehr angespannt. Er hatte das Gefühl auch hier im Hypnose Coaching müsste er ganz viel leisten.

Nach einer eingehenden Anamnese seiner aktuelle beruflichen und persönlichen Situation und seiner Ziele überzeugte ich ihn, dass es nicht um Leistung gehe, sondern darum innerlich Ruhe zu finden und die noch vorhandenen Probleme loszulassen. Er war bereit, sich auf einen Versuch sich von Blockaden und Anspannungen mit Hypnose zu lösen, einzulassen.

Einfach loslassen mit Hypnose

Der Oberarzt lernte zuerst seinen Körper im Sitz wahrzunehmen und seinem Atem zu spüren. Dann ging alles ganz schnell. Ich versetzte ihn in eine hypnotische Trance und führte ihn an einen phantastischen Ort der Entspannung draußen in der Natur an einem Bach entlang bis zu einem Wasserfall. In Gedanke stellte sich der Klient unter den Wasserfall und lies alles Belastende vom Wasser des Wasserfalles abwaschen. Nach und nach lies er innerlich immer mehr los und entspannte sich stark. Dann verankerte ich dieses Gefühl der Entspannung in seinem Unterbewusstsein, so dass er immer wieder, wenn er sich diese Situation vorstellen sollte, sich ganz frisch und entspannt fühlt. Durch diese Entlastung war der erste Schritt getan, sich besser um sich zu kümmern, sich abzugrenzen und wieder Energie zu bekommen.

Berufliche Standortbestimmung mit mentaler Visualisierung

Das nächste Coaching starteten wir mit einer beruflichen Standortbestimmung. Dazu bekam er die Aufgabe, sich selbst im Zentrum seiner unterschiedlichen Anforderungen wie er sie aktuell empfindet, zu malen. Diese visuelle Bestandsaufnahme war die Basis für eine mentale Visualisierung. Ich versetzte Ihn in eine leichte Trance und er stellt sich selbst im Zentrum seiner Anforderungen vor. So konnte er deutlich spüren, welche positiver als andere waren und wo eine Abgrenzung nötig war.

Das eigene Wertesystem beleuchten

Im nächsten Schritt befassten wir und mit seinem Wertesystem: Er fertigte eine Liste mit seinen Werten und Glaubensätzen an. Dann sollte er jeden der Begriffe für sich und seine eigenes Wohlbefinden bewerten. Ist dieser Wert - Glaubenssatz für mich gut? Auf einer Skala von 1-10 verteilte er Punkte. Wobei 10 sehr gut und 1 sehr schlecht für sein Anliegen war.

Im Trancezustand schlechte Glaubensätze loslassen

Jetzt war es an der Zeit sich das Glaubenssystem zu modifizieren oder sich davon einzelnen Glaubenssätzen zu trennen. Dafür versetzte ich Ihn in einen leichten Trancezustand in dem er einen stärkeren Zugriff auf seine inneren Kraftquellen und Emotionen hatte.

Nach und nach stellte er sich die zu ändernden Glaubenssätze vor und verwandelte diese durch die Kraft seiner mentalen Vorstellung. Von einigen Sätzen verabschiedete er sich mit einem Ritual. Er setzte jeweils einen Satz auf ein kleines Schiff und dieses in einen Fluss. Er blickte dem Boot hinterher, bis er es nicht mehr sah und den Satz damit vollkommen loslassen konnte. Dadurch trat bei ihm eine große emotionale Entlastung und innere Ruhe ein. Damit war der Weg frei, sich ganz praktisch mit seinen beruflichen Zielen und der Suche nach einer geeigneten beruflichen Position zu beschäftigen.

Auf zu neuen Ufern

In den nächsten Treffen erarbeiten wir seine konkreten Berufswünsche. Ich begleite ihn im Coaching ganz praktisch mit Bewerbungscoaching und Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch auf dem Weg der beruflichen Veränderung – auch immer in Hinblick darauf sich vor einem erneuten Burnout zu schützen.

Burnout verhindern

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